Software für Tablet-Reparatur

Für Werkstätten, die iPads, Android- und Windows-Tablets reparieren: Kostenvoranschlag «nur Glas oder ganzes Display» zur Freigabe, Öffnungsrisiko schriftlich vereinbart, Stift und Tastaturhülle auf dem Auftragsschein, Sammelaufträge von Schulen und Firmen.

ServiceCenterSoft ist ein Programm zur Auftragsverwaltung für Werkstätten, die Tablets reparieren — iPads, Android-Tablets, Windows-Tablets und 2-in-1-Geräte. Es hält fest, was bei Tablets sonst Geld kostet: den Preissprung nach dem Öffnen, den Streit um den fehlenden Stift und den Überblick über einen Schulsatz gleicher Geräte. Es läuft im Browser, am Werkstattrechner und am Handy.

Ein Tablet ist kein großes Handy

Ein Handy braucht der Kunde morgen wieder, deshalb läuft die Handy-Reparatur am Tresen und oft innerhalb einer Stunde. Beim Tablet ist das anders: Mit einem Sprung im Glas wird monatelang weitergelebt, abgegeben wird, wenn es passt, und eine Woche Wartezeit stört selten. Teile liegen seltener im Regal, und die Frage «lohnt sich das überhaupt noch?» kommt fast jeden Tag.

Wo Tablet-Werkstätten typischerweise Geld verlieren:

  • genannt wurde der Preis fürs Glas, beim Öffnen zeigt sich ein beschädigtes Display — und der Betrag verdreifacht sich;
  • beim Erwärmen und Lösen des Klebers bricht ein Display, das vorher funktionierte, und niemand weiß mehr, was vereinbart war;
  • bei der Ausgabe: «Der Stift war in der Tasche» oder «die Tastaturhülle hatte diesen Kratzer nicht»;
  • eine Schule bringt einen ganzen Satz Tablets, und eine Woche später weiß keiner, welche fertig sind und welche auf Teile warten;
  • eine Firma holt die Hälfte der Geräte ab, und welche bezahlt sind, steht irgendwo auf einem Zettel.

Nur Glas oder ganzes Display: Der Kunde entscheidet — nachweisbar

Bei manchen Tablets lassen sich Glas und Digitizer getrennt vom Display tauschen. Bei anderen sind Glas, Touch-Schicht und Panel zu einer Einheit laminiert — gesprungenes Glas heißt dann: komplettes Display, ein Mehrfaches im Preis. Und manchmal verstecken sich unter dem Sprung noch Streifen oder Druckstellen. Sicher weiß man es erst nach der Diagnose.

Deshalb schreibt der Techniker den Befund ins Arbeitsjournal und legt einen Kostenvoranschlag in Zeilen an — Teile und Arbeit mit Menge und Preis. Ein Knopf im Auftrag schickt ihn per E-Mail oder Telegram an den Kunden. Der Kunde öffnet den Link, sieht jede Zeile und die Summe, klickt «Einverstanden» oder «Ablehnen» und kann einen Kommentar hinterlassen. Antwort und Datum stehen in der Auftragshistorie. Will der Kunde die günstigere Variante, entfernen Sie die Display-Zeile, setzen das Glas ein und schicken den Voranschlag erneut.

Solange der Kunde überlegt, steht der Auftrag auf «Warten auf Freigabe», und alle solchen Aufträge sind in der Liste auf einen Blick zu sehen. Lehnt er ab: Grundleistung «nur Diagnose», Status «Reparatur abgelehnt» — in der Statistik erscheinen solche Aufträge getrennt.

Auftragshistorie: Kostenvoranschlag, Antwort des Kunden, Status- und Preisänderungen
Auftragshistorie: Kostenvoranschlag, Antwort des Kunden, Status- und Preisänderungen

Öffnungsrisiko — vorher schriftlich

Die meisten aktuellen Tablets sind verklebt, und ganz ohne Risiko für das Display lassen sie sich nicht öffnen. Das gehört in das Gespräch bei der Annahme, nicht danach. Den Auftragsschein bearbeiten Sie selbst; Ihre allgemeinen Bedingungen — etwa dass beim Öffnen verklebter Geräte das Display beschädigt werden kann — stehen damit auf dem Dokument, das der Kunde unterschreibt. Das konkrete Risiko dieses Geräts gehört in die Notizen: «Glas löst sich an der Ecke, Display gefährdet».

Wie weit solche Klauseln tragen und wie Sie die Gewährleistung auf Ihre Arbeit formulieren, klären Sie bitte mit einer Anwältin oder einem Anwalt — das hier ist keine Rechtsberatung.

Annahme: Stift, Tastaturhülle, Akku

Tablets kommen selten allein. Stift, Tastaturhülle oder Case, Netzteil, Kabel, SIM-Schlitten — alles ins Feld «Zubehör», das auf dem unterschriebenen Auftragsschein steht. Im Feld «Zustand»: Risse im Glas, Dellen, verbogene Ecken, sich lösendes Glas. Wölbt sich das Gehäuse, notieren Sie das gesondert: Ein aufgeblähter Akku ist ein Sicherheitsrisiko und ein Grund, das Gerät nicht wochenlang im Regal liegen zu lassen.

Die Seriennummer hat ein eigenes Feld, daneben das Verkaufsdatum — so sehen Sie, ob die Händlergewährleistung noch in Frage kommt. Die Suche findet einen Auftrag auch über einen Teil der Seriennummer. Ob der Kunde sich aus seinem Konto abgemeldet und einen Code zum Testen hinterlassen hat, gehört in die Notizen; ohne das lässt sich die fertige Reparatur kaum prüfen. Was Sie zum Umgang mit Daten auf dem Gerät sagen, steht allgemein formuliert in Ihren Bedingungen.

Annahmeformular: Modell, Seriennummer, Fehler, Zustand und Zubehör
Annahmeformular: Modell, Seriennummer, Fehler, Zustand und Zubehör

Ehrlich zu Fotos. Fotos lassen sich im Programm nicht an einen Auftrag anhängen. Fotografieren Sie Tablets bei der Annahme, bewahren Sie die Bilder auf Ihrem Handy oder Laufwerk auf und vermerken Sie im Auftrag, dass es sie gibt. Entscheidend bleibt die schriftliche Beschreibung — sie steht über der Unterschrift des Kunden.

Akkus, Ladebuchsen und Lager

Die zweite große Gruppe sind Strom-Themen. Akkus sind verklebt, der Tausch braucht Zeit. Die Ladebuchse sitzt mal auf einem Flexkabel, mal direkt auf der Platine — und oft ist nur Flusen im Anschluss schuld: erst reinigen, tauschen nur, wenn das nicht hilft. Wie man solche Aufträge kalkuliert, steht im Beitrag Tablet-Reparatur kalkulieren.

Das Lager ist ein Bewegungsjournal: Zugang mit Preis und Lieferant, Abgang als Zeile im Kostenvoranschlag, Abschreibung mit Grund (beim Einbau gesprungenes Glas ist auch eine Bewegung), Inventur. Glas gängiger Modelle, Akkus und Ladebuchsen-Flexkabel bekommen einen Mindestbestand, und die Kachel «werden knapp» wird zur Einkaufsliste. Seltene Teile bestellen Sie per Anforderung aus dem Auftrag, die E-Mail geht an den Lieferanten, der Auftrag wechselt auf «Warten auf Ersatzteile». Eine Anbindung an Lieferantenkataloge und Barcodes gibt es nicht. Mehr unter Ersatzteilverwaltung.

Lager: Bestand, Einkaufs- und Verkaufspreis, Positionen, die knapp werden
Lager: Bestand, Einkaufs- und Verkaufspreis, Positionen, die knapp werden

Sammelaufträge von Schulen und Firmen

Schulen, Praxen und Firmen bringen Tablets im Paket. Im Programm bekommt jedes Gerät einen eigenen Auftrag — eigene Seriennummer, eigener Zustand, eigener Status und Termin —, damit Sie jederzeit wissen, wo welches Gerät steht. Den ersten legen Sie vollständig an, die übrigen kopieren Sie: Kunde, Geräteart, Fehler, Zubehör und Notizen werden übernommen, nur die Seriennummer tippen Sie neu. Fünfzehn Aufträge sind in wenigen Minuten erfasst.

Beim Kunden gibt es das Feld «Firma»: Eine Schule oder ein Betrieb ist ein Kunde, egal wer die Geräte vorbeibringt. Die Kundenkarte zeigt alle Reparaturen, die Gesamtsumme und den offenen Betrag. Zu einem Auftrag sind mehrere Zahlungen möglich — Anzahlung für Teile, Rest bei Abholung —, das Programm zeigt, was noch offen ist, und der Filter «unbezahlt» sammelt alles, was noch aussteht. Einen gemeinsamen Auftrag mit Sammelrechnung für den ganzen Satz gibt es nicht: Jedes Tablet hat seine eigenen Unterlagen.

Kommt ein Tablet nach Ihrer Reparatur zurück, wählen Sie die Reparaturart «Nachbesserung», und über die Seriennummer erscheint der frühere Auftrag: was getauscht wurde, wann und zu welchem Preis.

Auftragsliste: Status farbig, überfällige Aufträge rot, Kacheln «eilig» und «unbezahlt»
Auftragsliste: Status farbig, überfällige Aufträge rot, Kacheln «eilig» und «unbezahlt»

Abholbereit — der Kunde erfährt es selbst

Ist das Tablet fertig, bekommt der Kunde eine E-Mail oder eine Telegram-Nachricht (Anmeldung über den QR-Code auf dem Auftragsschein). SMS, eine App und Online-Zahlung durch den Kunden gibt es nicht. Bei jedem fertigen Gerät steht, seit wie vielen Tagen es liegt, und die Kachel «über die Lagerfrist» sammelt die Nachzügler; Ihre kostenlose Aufbewahrungsfrist steht in den Bedingungen auf dem Schein.

Wenn Ihr Hauptgeschäft Handys sind: Schnelle Annahme am Tresen und Leistung je Techniker beschreibt die Seite Handy-Reparatur. Windows-Tablets und 2-in-1-Geräte sind näher am Laptop — dazu Computer-Reparatur.

Was Reparaturen ungefähr kosten

Nur als grobe Richtwerte — je nach Region, Modell und Teilequalität sehr unterschiedlich: Glas mit Digitizer am Android-Tablet 60–150 €, am iPad 80–200 €; komplettes Display 120–400 €, bei Pro-Modellen mehr; Akkutausch 70–150 €; Ladebuchse reinigen oder tauschen 30–130 €; Windows-Tablets meist teurer. Ihre eigenen Preise hinterlegen Sie je Geräteart und als Zeilen im Kostenvoranschlag.

Was es nicht gibt

  • Fotos und Dateianhänge am Auftrag — der Zustand wird als Text erfasst;
  • SMS, eine App und Online-Zahlung durch den Kunden;
  • Anbindung an Lieferanten und ihre Kataloge, Barcodes;
  • einen gemeinsamen Auftrag mit Sammelrechnung für einen ganzen Gerätesatz — jedes Tablet einzeln.

Was es kostet

Ein Preis für die ganze Werkstatt — ohne Aufschlag für Mitarbeiter oder Filialen.

Monatlich

20 €

Zahlung jeden Monat, jederzeit kündbar.

Anpassungen

20 €pro Stunde

Änderungen für Ihren Arbeitsablauf — stundenweise nach Absprache.

Fertige Software reicht nicht — eigene Formulare, Rollen, Berichte oder Abläufe? Wir bauen ein Programm für Sie. So funktioniert es

Ohne Registrierung ausprobieren können Sie es in der Demo: Nehmen Sie ein Tablet mit Stift an, erstellen Sie einen Kostenvoranschlag «Glas oder Display» und schicken Sie ihn zur Freigabe.

Kurz gesagt

  • Glas oder ganzes Display — Kostenvoranschlag zur Freigabe, Antwort des Kunden in der Historie.
  • Öffnungsrisiko bei verklebten Tablets — in den Bedingungen und den Auftragsnotizen.
  • Stift, Tastaturhülle, Netzteil — auf dem unterschriebenen Auftragsschein.
  • Sammelaufträge von Schulen und Firmen: kopierte Aufträge, Feld «Firma», offener Betrag auf der Kundenkarte.
  • Lager für Glas und Akkus mit Mindestbestand.
  • 20 € im Monat für die ganze Werkstatt.

Sehen Sie sich an, wie es funktioniert

Die Demo ist offen — schauen Sie hinein und probieren Sie es aus. Fragen gern per E-Mail, Telegram oder über das Formular.